The Sun is your friend - gesund gebräunt durchs jahr

Aktualisiert: 14. Juli

Gerade auf Social Media sehe ich immer wieder ganz viel Werbung für Sonnencreme und Sonnenschutz. Das wirkt manchmal so, als wäre die Sonne etwas „gefährliches“. Aber wie mit allem macht die Dosis das Gift. Und das möchte ich heute ein bisschen genauer erläutern – denn ja: Ich bin ein Sonnenkind durch und durch.


Die Heilkraft der Sonne

Wir brauchen die Sonne. Dass es ohne nicht geht, ist uns allen klar. Denn am Ende des Tages sind wir einfach nur Lebewesen, die vom Rhythmus der Natur gesteuert werden. Und dabei spielt die Sonne eben eine wichtige Rolle. Du hast ja bestimmt schon mal gesehen, wie sich die Blumen immer in Richtung Sonne ausrichten oder Katzen die Wärme von Sonnenstrahlen genießen – genau so geht es uns Menschen. Auch wenn es wohl wahr ist, dass es kein schlechtes Wetter gibt und jedes seine Berechtigung hat, die Sonne lässt unsere Stimmung steigen. Das ist uns genetisch mitgegeben: Durch das Sonnenlicht werden Serotonin und körpereigene Opiate (Endorphine) gebildet, und das wiederum lässt unsere Stimmung steigen und wirkt angstlösend.


Vitamin D - Lebenselixier


Aber natürlich müssen wir hier auch über Vitamin D sprechen – das sogenannte Sonnenvitamin. Denn ohne die Sonne können wir kaum ausreichend davon bilden.

Haben wir kein Vitamin D, sind wir so zusagen im Winterschlaf. Das ist genetisch bedingt und wenn wir mal ehrlich sind, hört sich das doch gar nicht so schlecht an: Im Sommer Gas geben, die Tage sind lang, die Nächte kurz und im Winter ziehst du dich zurück und schaltest einen Gang runter. Das ist auch der Ansatz, denn die Lehre der Traditionellen Europäischen Medizin verfolgt, ein Leben MIT dem Rhythmus der Natur. Wir und unsere Gesellschaft leben leider eher dagegen.


Vitamin D Bildung


Um Vitamin D zu bilden, benötigen wir Sonnenlicht, um genau zu sein, die UVB Strahlen. Eine Abdeckung über Lebensmittel ist eher schwierig, das Vitamin-D-reichste Lebensmittel ist wohl Lachs. (Mit 200g Lachs pro Tag sollest du gut und ohne groben Mangel über den Winter kommen…).

Was viele nicht wissen: In unseren Breiten ist es nur in den Monaten März bis Oktober überhaupt möglich, dass die Haut aus den UVB Strahlen Vitamin D bilden kann. Eine Ausnahme bilden Höhenlagen über 1300m.

Auch interessant: Eine gute Vitamin D Entwicklung ist auch von der Tageszeit abhängig. Von 11-15 Uhr kann der Körper am besten Vitamin D entwickeln, weil die Sonne am höchsten steht.

Dabei sollten Arme, Oberkörper und Rücken der Sonne direkt ausgesetzt sein – verwendest du Sonnenschutz, kann nicht ausreichend Vitamin D gebildet werden.


Um deine Tagesmenge an Vitamin D zu bilden, müsstest du jeden Tag 20-30 Minuten ohne Sonnenschutz auf Arme, Oberkörper oder Rücken in der Mittagssonne verbringen. Liegend geht die Produktion übrigens doppelt so schnell wie stehend.

Dabei entstehen im Körper ca. 0,5mg Vitamin D. Umgerechnet sind das 20.000 Einheiten. Das ist die maximale Menge, die der Körper am Tag bilden kann.


Übrigens: Die Vitamin D Bildung ist ein komplexer Prozess und hängt auch davon ab, wie viele und funktionierende Rezeptoren du hast, welchen Hauttyp (Hellhäutige Menschen bilden schneller Vitamin D als dunkelhäutige), ob dein Darm in Ordnung ist (hier muss das Vitamin D absorbiert, also aufgenommen, werden) und wie gut deine Leber funktioniert, denn dort wird das Vitamin aktiviert. Auch im Alter nimmt die Vitamin D Produktionsfähigkeit ab.

Auch Infektionskrankheiten spielen eine Rolle: Hast du z.B. den Eppstein Barr Erreger in dir, kann es sein, dass dieser deine Vitamin D Rezeptoren besetzt und du somit kaum auf natürliche Weise Vitamin D bilden kannst. Sollte dass bei dir der Fall sein (du hattes Pfeiffisches Drüsenfieber und leidest an Vitamin D Mangelerscheinungen, würde ich empfehlen, einen guten Alternativmediziner aufzusuchen)



Kurz & Knapp: Wirkung von Vitamin D und eventuelle Mangelerscheinungen

  • Positive Wirkung auf das Immunsystem und damit auch hilfreich, wenn Autoimmun Krankheiten vorliegen (natürlich ist dann eine Rücksprache mit dem Arzt wichtig)

  • Antientzündlich

  • Stärkt Muskeln, Knochen und Gewebe: Bei Schmerzen am Bewegungsapparat macht ein Vitamin D Check durchaus Sinn

  • Leistungsfähigkeit: Vitamin D ist z.B. an der Bildung von Testosteron beteiligt und optimiert die Energiegewinnung unserer zellinternen Kraftwerke

  • Hilft, Schleimhäute zu stabilisieren. Daher wird ein Mangel z.B. auch mit einem Leaky Gut oder schlechter Wundheilung in Verbindung gebracht


Vitamin D Werte & Supplementierung


Im Internet kursieren super viele verschiedene Empfehlungen zu diesem Thema, selbst der "richtige" Blutwert ist umstritten, aber am Ende ist es am wichtigsten, dass du für dich sich selbst einen guten Wert findest, mit dem du dich wohl fühlst.

Eine zusätzliche Einnahme an Vitamin D kann durchaus sinnvoll sein, im Winter ist es meiner Meinung nach aber ein MUSS.

Zwar ist Vitamin D ein fettlösliches Hormon und kann somit im Körper gespeichert werden. Allerdings nur, wenn wir auch wirklich mehr als ausreichend produziert haben und leider nicht über viele Monate.

Von einer Überdosierung an Vitamin D ist noch nicht berichtet worden, allerdings hängt es ja mit unserem Calcium Haushalt zusammen und eine Studie hat tatsächlich herausgestellt haben, dass israelische Rettungsschwimmer, die ja sehr viel in der Sonne sind, eine erhöhte Neigung zu Nierensteinen hatten. Daher wird die Einnahme von Vitamin D auch zusammen mit Vitamin K empfohlen, denn das hilft, das Calcium in die Knochen zu schleusen.


Als sicher gilt eine Menge von 2000 IE pro Tag, die du auch durchgehend während der dunklen Jahreszeit täglich einnehmen kannst. Im Sommer würde ich immer auf die natürliche Bildung durch Sonnenlicht. 2000 IE entsprechen übrigens 3-5 Minuten Sonne 😊



Gefahren durch zu viel Sonne


Wie wir jetzt also wissen, fördert die Sonne also unsere Gesundheit und Wohlbefinden. Aber wie es mit allen Dingen ist, macht die Dosis das Gift.

Denn zu viel der UV Strahlung kann natürlich auch gefährlich werden. Wie das Gras, dass durch ständige Sonneneinstrahlung vertrocknet, könnte auch unsere Haut durch die Strahlung verbrennen - die Vorstufe dazu nennen wir Sonnenbrand.


Unser Körper besitzt jedoch einen Abwehr- und Schutzmechanismus: Das bräunen. Durch die UV Strahlen werden die Melanozyten in unserer Hautschicht dazu aktiviert, Melanin zu bilden. Melanin tönt unsere Haut zu einem braun, zum anderen absorbiert es aber die Strahlen. Dabei wird das Melanin aber auch angegriffen und so entstehen freie Radikale. So kann es zum einen zu einer frühzeitigen Hautalterung kommen aber natürlich können dadurch auch bösartige Entartungen wie z.B. Krebs entstehen.


Übrigens können die UVA Strahlen bis in die Basalschicht der Haut eindringen und das Kollagen-Elastin-Gerüst angreifen. Das kann zu Falten und einem schlechten Hautbild führen. Die UVB Strahlen werden mehr mit Sonnenbrand in Verbindung gebracht.



Gesund gebräunt durchs Jahr


Früher war es übrigens ein Zeichen von Armut, wenn man gebräunte Haut hatte, da man der Arbeiter- oder Sklavenschicht angehörte und auch die Asiaten ziehen bis heute eine vornehme Bläse der sonnengefärbten Haut vor.


Unsere Gesellschaft aber verbindet mit einem gebräunten Teint heutzutage einen hippen, lässigen Lifestyle, viel Urlaub und Freizeit (= also eher jemand, der sich sein Geld nicht mit einem 9-5 Job verdient) und Schönheit.


Persönlich bin ich jemand, der der Sonne schwer widerstehen kann. Deshalb habe ich mich mit diesem Thema stark auseinander gesetzt um die Sonnenzeit ohne schlechtes Gewissen zu genießen - und damit du das auch kannst, möchte ich dir hier ein paar Tipps geben, wie du dich gesund und richtig bräunst.


Dennoch sollte das Sonnenbaden bewusst und wohl dosiert vollzogen werden. Gut gebräunt zu sein ist das eine, eine bösartige Krankheit zu entwickeln aber etwas anderes.


Ich möchte hier aber ein Lanze brechen – für den bewussten Umgang mit der Sonne und auch mit Sonnencremes. Bitte verstehe mich nicht falsch, ich verteufle Sonnenschutzmittel sicher nicht und ich rate hier auch niemanden, stundenlang in der Sonne zu braten. ABER: Wir als Lebewesen brauchen die pure Sonne eben auch.


Sonnenschutzmittel: Fluch oder Segen


Viele Sonnencremes sind mittlerweile verrufen, weil sie teilweise bedenklich Inhaltsstoffe für die Umwelt aber auch uns Menschen enthalten. Mittlerweile gibt es aber auch super Alternativen. Ich gehe hier nicht näher auf das Thema ein, weil ich da einfach kein Experte bin und es viele gute Blogs gibt, die sich mit diesem Thema befassen.

Eine hilfreiche Übersicht findest du auf dem Blog von Elisabeth Green unter folgendem Link: https://www.elisabethgreen.com/?s=sonnencreme


Sonnenschutz vor zu viel Sonne ist definitiv wichtig. Aber achte auch darauf, deiner Haut hin und wieder einmal ein paar pure Sonnenminuten zu schenken. Mit Sonnencreme kann deine Haut leider nicht ausreichend Vitamin D bilden – und du lässt deiner Haut nie die Chance, adäquat auf die Sonne zu reagieren und körpereigene Prozesses zu aktivieren.


Sonnencreme verleitet leider auch dazu, dass man oftmals doch zu lange in der prallen Sonne bleibt, weil der Schutzmechanismus der Haut keine Alarmzeichen mehr sendet. Auch mit Sonnenschutzmitteln solltest du es mit der Sonne nicht übertreiben.


Allerdings gibt es auch ein paar natürliche Mittel, die vor der Sonne schützen:

  1. Schattenquellen nutzen und nur bewusst sonnen ;-)

  2. Öle mit Lichtschutzfaktor, wobei dieser oftmals gering ist und eventuell nur die UVB Strahlen abwehrt:




Streitthema Mittagssonne


Wie oben geschrieben, benötigen wir die Mittagsstunden um ausreichend Vitamin D zu bilden. Vor der Mittagssonne wird aber auch immer wieder gewarnt. Und ja: Wenn die Sonne am höchsten steht, hat sie natürlich auch am meisten Kraft. Noch dazu überwiegen die UVB Strahlen, die für den Sonnenbrand verantwortlich sind, auch wenn sie nicht so tief in die Hautschicht eindringen, wie die UVA Strahlen. Beide Arten der Strahlen gelten jedoch im Übermaß als krebserregend.


Ich bin überzeugt: In Maßen ist die Mittagssonne wichtig für uns - und dieses Maß muss jeder für sich selbst auslote.

Mal ehrlich, wie oft bist du eigentlich überhaupt in der Mittagssonne?

Die meisten Menschen, die einer „klassischen“ Arbeit nachgehen, haben höchsten an ihren freien Tagen überhaupt die Möglichkeit, in den Genuss der Mittagssonne zu kommen. Und ob dann auch immer die Sonne scheint oder Zeit für Sonnenbaden ist? Wenn man sich natürlich dann im zweiwöchigen Griechenlandurlaub jeden Tag von früh bis spät in die Sonne knallt, scheint es irgendwie logisch, dass das dem Körper zu viel wird.


Den auch hier gilt: Übung macht den Meister. Bist du also regelmäßig, aber eher kürzer, in der Sonne, kann deine Haut und dein Organismus viel besser damit umgehen.


Natürlich ist eine übermäßige Hitze auch eine ganz schöne Herausforderung für den ganzen Organismus. Wer schon einmal einen Hitzschlag hatte, weiß das. Also: Übernimm dich nicht und kenne deine Grenzen.


Gesund bräunen: Meine Tipps & Tricks


Tatsächlich benutze ich keine Sonnencreme. Weder eine klassische, noch eine auf Basis von Naturkosmetik. Ich schütze mich lediglich durch hochwertigen Ölen mit leichtem Lichtschutzfaktor, guter Ernährung und smartem Bräunen.


Das ist etwas, dass ich nur rate, wenn man sich und seinen Körper gut genug kennt. Ich weiß, wie ich auf die Sonne reagiere und wie viel ich vertrage.


Ich habe derzeit das große Glück, über die Mittagsstunden nicht zu arbeiten und wenn sich die Sonne in dieser Zeit blicken lässt, lasse ich mich gerne 20 Minuten von ihr bräunen, bevor ich mein Sommer & Sonnen Öl auftrage, dass mir Schutz und Pflege gibt.


  • Um die Vitamin D Bildung ankurbeln: Einige Minuten ohne Sonnenschutz die Mittagssonne genießen. Ich lege mich 10 Minuten auf den Bauch & 10 Minuten auf Rücken, denn dort wird am meisten Vitamin D gebildet.

  • Dann: hochwertige und natürliche Sonnenschutzmittel verwenden

  • Nie mehr als 1 Stunde insgesamt in der prallen Sonne verbringen – bringt nichts und schadet dem tiefen Hautschichten

  • Sonnenaussetzung nur langsam steigern um die Haut daran zu gewöhnen

  • Richtige Hautpflege verwenden: Neben viel Feuchtigkeit braucht die Haut im Sommer vor allem viele Antioxidantien wie Vitamin A, E oder C, die als Radikalfänger wirken. Walnusschalenöl, Himbeerkernöl, Weizenkeimöl, Karottenöl oder ein Rosenölauszug sind eine gute Wahl.

  • Die Haut 1 x Woche sanft peelen: Ich verwende ein Haferpeeling, denn Hafermehl ist zusätzlich feuchtigkeitspflegend und beruhigt irritierte Haut

  • Gute Ernährung mit vielen Nährstoffen und Antioxidantien ist ein Muss, denn der Organismus verbraucht durch die Sonneneinstrahlung zusätzliche Vitalstoffe.

  • Genug Trinken um den Feuchtigkeitshaushalt im Plus zu halten.


Rezept für mein Sommer- und Bräunungsöl:



Habt´s einen schönen und sonnigen Juli!

Lis von Bliss






Quellenangaben:

www.edubily.de

www.zentrum-der-gesundheit.de

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2290997/




12 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen