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Starkes Immunsystem - was du für ein gutes Immunsystem tun kannst

Warum ein starkes Immunsystem mehr bedeutet also jeden morgen warmes Zitronenwasser zu trinken...


Besonders seit der Pandemie ist der Begriff Immunsystem in aller Munde. Klar, das ist unsere körpereigene Abwehr, die uns hilft, dass uns Krankheitserreger nicht so leicht aus der Bahn werfen können.


Aber wie genau arbeitet eigentlich das Immunsystem, welche Bestandteile gehören zu ihm und ist es wirklich möglich, es zu trainieren bzw. stärker zu machen?


Was genau ist eigentlich das Immunsystem?


Wenn dir das zu - ist, und du lieber gleich zu den Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems gelangen willst, klicke einfach HIER.

Wie der Name schon sagt, geht es um ein ganzes System, dass dafür sorgt, dass wir „immun“, also geschützt sind gegen äußere Einflüsse.

Es handelt sich also um mehrere Bestandteile: unsere Schleimhäute, die Immunzellen, dem Lymphsystem und verschiedene Bakterien bzw. das Mikrobiom.

Dabei hat jede Front ihre spezielle Aufgabe, wenn es darum geht, dich zu schützen. Wenn eine Abteilung deines Immunsystems gestört ist, kann es nicht mehr einwandfrei arbeiten und dich dich vor Fremdstoffen oder Erregern schützen.



Aufgaben deines Immunsystems

  • Schutz vor Eindringlingen aus der Umwelt

  • Erkennen von "Störenfrieden" und unschädlich machen von diesen

  • Aussortieren von entarteten Zellen

  • Vermittlung von Entzündungen und Allergien


Exkurs: Immunbalance

Gerade wenn es um Entzündungen oder Allergien geht (Stichwort Autoimmun-krankheiten), spielt das Immunsystem die Hauptrolle. Allerdings geht es hier um die Ausgeglichenheit deines Immunsystems, also ob es auf alles von außen kommende adäquat reagiert oder ob es zu einer überspitzten Reaktion neigt.

Da dies ein sehr komplexes Thema ist, gehe ich hier nicht weiter darauf ein. Hier soll es heute darum gehen, dein Immunsystem so zu versorgen, dass du vor der Grippewelle gewappnet bist :)





Mitspieler des Immunsystems


Schleimhäute

Unser Körper ist an ganz vielen Stellen mit Schleimhaut ausgekleidet, so z.B. auch im Mundraum oder in der Nase. Es handelt sich dabei um sogenanntes MALT : Mukosa Assoziiertes Lymphatisches Gewebe.

Dieses ist, wie der Name schon sagt, mit feuchtem Schleim bedeckt und bildet dadurch eine Schutzschicht als auch einen Nährboden für bestimmte Zellen, Enzyme und Bakterien, die als eine Art Schutzlack fungieren.

Auch Körperflüssigkeiten wie Schweiß oder Speichel sind Bestandteile der Schleimhaut und damit Teil des Immunsystems.

Wenn unsere Schleimhaut intakt ist, können Bakterien oder Viren nicht so leicht in unseren Körper eindringen oder werden schon an dieser Stelle eliminiert. Ist die virale Last aber zu groß, durchdringen die Keime diese 1. Instanz.


Die Schleimhautbarriere kann auch kurzfristig gestört sein durch Stress, Überlastung, wenig Schlaf, Übertraining oder Alkohol.

Schlecht für die Schleimhaut sind besonders trockene Luft (Heizung, Wind), Kälte, schlechte Nährstoffversorgung, zu wenig trinken, Alkohol, Rauchen Überlastung und generell Störfelder wie Schwermetall- oder chronische Virusbelastungen, Übersäuerung, Stress oder chronische Entzündungen.


So kann man auch verstehen, warum wir im Winter anfälliger für Erkrankungen sind: die Schleimhautbarriere ist durch Kälte, Wind und trockene Heizungsluft oft beschädigt. Die Keime, die sich in feucht-kühler Umgebung doppelt wohl fühlen und vermehren, können uns so viel besser angreifen.


Deshalb ist es bei nasskaltem Schmuddelwetter super wichtig, die Schleimhautbarriere zu stärken


Bakterien bzw. Mikrobiom

Überall, wo wir Schleimhaut haben, sitzen unsere Mitbewohner: die hauseigenen Bakterien. Das Darmmikrobiom ist uns dabei meistens schon ein Begriff. Aber auch im Mund/Nasenraum haben wir ein Mikrobiom oder auf der Haut, der Säureschutzmantel.

Diese sorgen z.B. auch für einen bestimmten ph Wert, der wichtig ist, um z.B Verdauungsvorgänge aufrechtzuerhalten und schlechte Keime sofort einzudämmen.


Durch das Essen von viel Zucker, Zusatzstoffen, aber auch Alkohol kann das Mikrobiom im Mund gestört sein, was unsere Abwehr schwächt.



Immunzellen

Unser Körper bildet ganz viele verschiedene Zellen, die die Aufgabe haben, Erreger, Parasiten, Schadstoffe und andere Eindringlinge, die es doch in den Körper geschafft haben, erkennen und eliminieren können.


Einige Beispiele für Immunzellen und ihre Aufgaben:

  • Natürliche Killerzellen, eine Unterform der Lymphozyten, dienen zur Abtötung von virusinfizierter oder tumorös entarteter Zellen

  • T Gedächtniszellen: Sie entstehen bei der Immunantwort während einer Infektion

  • T Supressorzellen regulieren das Immunsystem nach erfolgreicher Beseitigung der Eindringlinge wieder herunter

  • B Zellen sorgen für die Produktion passgenauer Antikörper

  • Makrophagen, auch Fresszellen genannt, fressen Krankheitserreger, die in den Körper gelangt sind

  • Antikörper, die aus den B Lymphozyten bzw. Plasmazellen gebildet werden und Antigene binden, damit diese nicht mehr frei im Körper herum schwimmen


Das Lymphsystem

Das Lymphsystem ist ein eigenständiges System, dessen Aufgabe es ist, zu Filtern und Abzuleiten. Zum Lymphsystem gehören z.B. Mandeln, Milz, Thymusdrüse als auch die Lymphknoten, die eng mit dem Immunsystem zusammenarbeiten.

Das Lymphsystem ist als Teil des Immunsystems dafür verantwortlich, dass möglichst keine Krankheitserreger und Fremdstoffe ins Blut gelangen.

Die Mandeln z.B. mit ihrem hohen Gehalt an weißen Blutkörperchen kontrollieren als Wächter die über Nase, Mund, Ohren und Augen eindringenden Krankheitserreger. Dort wird auch ein Erreger-Gedächtnis ausgebildet, sodass schon beim Eintritt in den Rachenraum eine schnelle Immunantwort entsteht und das Immunsystem reagieren kann.


In den Lymphknoten wird die Lymphe gefiltert und Erreger, die in den Kreislauf eingetreten sind, können eliminiert werden. Dabei arbeiten die Lymphknoten auf Hochtouren, deshalb bemerken wir sie als geschwollen, wenn sich eine Krankheit anbahnt.


Wenn man es genau nimmt, gehören viele Immunzellen eigentlich zum Lymphsystem, da sie aus Lymphozyten bestehen oder gebildet wurden. Du siehst: Eine ganz genaue Abgrenzung ist wie so oft nicht möglich.


Eine zweite Einteilung: Das spezifische und das unspezifische Immunsystem


Das Immunsystem kann nicht nur in seine verschiedene Bereiche sondern auch in spezifisch oder unspezifisch unterteilt werden.


Das unspezifische Immunsystem ist angeboren. Es dient der generellen Abwehr und kann sehr schnell reagieren. Zu ihm gehören die Schleimhaut, die Bakterien und einige angeborenen Zellen.


Das spezifische Immunsystem hast du über die Zeit deines Lebens erworben, es reagiert langsam aber dafür spezifisch auf die eingedrungenen Stoffe. Zu ihm gehören Antikörper und Lymphozyten.

Wenn du z.B. schon einmal an einem bestimmten Virus erkrankt bist, kennt dein spezifisches Immunsystem diese Keime schon und kann viel schneller reagieren. Deshalb ist es gar nicht so schlecht für dein Immunsystem, wenn du hin und wieder mal mit Erregern in Kontakt kommst. Denn: Je mehr Kontakt mit Erregern, desto stärker ist dein spezifisches Immunsystem ausgebildet.


Wenn du dich vielleicht schon mal gefragt hast, warum du den Infekt nicht bekommst, denn dein Partner hatte, kommt es vielleicht daher, dass dein Immunsystem schon früher einmal Kontakt mit diesen Erreger hatte und ihn deshalb abwehren konnte.


Tipps für ein starkes Immunsystem

Gleich eines vorweg: Das Immunsystem nachhaltig zu stärken geht nicht über Nacht mit einer Wunderpille. Es dauert mehrere Wochen, um es stark zu machen und aufzubauen. Doch es lohnt sich, um in der kalten Jahreszeit vor so einigen Viren und Bakterien verschont zu bleiben.



Vitalstoffe

Damit das Immunsystem gut arbeiten kann, ist es wichtig, genug Vitalstoffe zuführen, damit alles Phasen des Immunsystem gebildet und erneuert werden können und alle Prozesse reibungslos ablaufen können. Besonders wichtig dabei sind:


  • Vitamin C: Wichtig für die Arbeit des spezifischen Immunsystems und damit wichtig, um schon das Entstehen von Infektionen vorzubeugen. Dazu benötigt es eine Aufnahme von mindestens 100-200mg Vitamin C pro Tag. Eine Orange enthält dabei ca. 50mg Vitamin C.

  • Vitamin A: Die äußere Schleimhaut wird maßgeblich von der Vitamin A Versorgung beeinflusst. Die beste Quelle für Vitamin A in der Nahrung ist Leber, in den eigentlich für Vitamin A bekannten Karotten steckt leider nicht genug bioverfügbares Vitamin A - daher kann es Sinn machen, falls man keine Leber verzehren möchte, den Vitamin A Spiele zu checken und dann gegebenenfalls über eine Ergänzung nachzudenken. Da zu viel Vitamin A negativ wirken kann, würde ich empfehlen, dies immer mit einem Therapeuten abstimmen.

  • Vitamin D: Wirkt positiv auf ALLE Immunzellen und hilft, mehr antimikrobielle Proteine in der Schleimhaut einzulagern. Da wir ab Oktober keine Vitamin D mehr über die Sonne bilden können, ist es sinnvoll, Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel individuell zu supplementieren.

  • Zink: Ein hoher Zinkstatus deaktiviert Keime sofort, da Zink an Eindringlinge binden kann und diese eliminiert, bevor sie überhaupt erst in die Schleimhautzellen eindringen und uns schaden

  • Selen: Selen kann helfen, die Aggressivität der eingedrungenen Viren herunterzuregeln und regt zudem die Antikörper- und Killerzellenneubildung an. Eine gute Quelle sind Paranüsse, allerdings sollte man nicht mehr als 2 Stück pro Tag verzehren.


Genug Proteinaufnahme

Ausreichend Protein ist wichtig, denn Eiweiß ist Grundvoraussetzung für die Bildung von Immunzellen und Antikörpern.


Darmflora stärken

Ein Teil der Immunzellen sitzt im Darm und helfen dort, Antikörper und Killerzellen zu bilden. Außerdem ist auch der Darm von einer Schleimhaut ausgekleidet, die vor dem Eindringen von Schädlingen schützt.


Kälteanwendungen

Kalt duschen, Eisbaden oder Kneippen steigert die Aktivität des Lymphsystem und aktivieren die Leukozytenneubildung.


Bewegung

Schüttet Myokine aus, diese wirken sich auf das Immunsystem als auch auf das Lymphsystem positiv aus.


Waldbaden/Spazierengehen im Wald

Durch die Terpene in Nadelwäldern steigt der Gehalt der natürlichen Killerzellen im Organismus an.


Entsäuern

Wenn im Körper zu viele Säuren anfallen (durch Stress, schlechte Ernährung, Rauchen, etc.) kippt das Körpermilieu und kann weniger gut auf Eindringlinge reagieren.

Ein gutes Basensalz- oder Elektrolytpulver kann helfen, den Säure-Basen-Haushalt aufrecht zu erhalten. Auch ein warmes Fußbad mit Basensalz kann eine angenehme Maßnahme sein.


Stress reduzieren

Wenn der Körper Stress hat, schüttet er Cortisol aus, welches das Immunsystem dämpft. Daher ist es für ein gesundes Immunsystem wichtig, Stressfaktoren zu reduzieren und Entspannungsmaßnahmen wie (Yin-) Yoga, Meditation oder Atemübungen zu ergreifen.



Ein kleiner Geheimtipp


Natürliche 1. Hilfe Maßnahme, wenn die Erkältungswelle anrollt

Oxymel - der Sauerhonig
Die Kombination aus Honig und Apfelessig (in guter Bio Qualität) wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, antioxidativ, basisch und fördert zudem die guten Darmbakterien.

Vermische dazu 2/3 Honig mit 1/3 Apfelessig und gibt entweder kleingeschnittenen Ingwer (Killerzellenneubildung wir angeregt) oder getrocknete Zistrose (Vermindert das befallen von Zellen mit Viren) dazu. Das ganze kannst du dann für einen Tag auf der Heizung warm ausziehen lassen.

Sauerhonig kann mit seinen tollen Wirkstoffen helfen, Krankheitskeime einzudämmen.


Das ganz am Anfang angesprochene Zitronenwasser kann dein Immunsystem im Bezug auf Vitamin C tatsächlich unterstützen. Man sagt Zitronenwasser auch eine entsäuernde Wirkung nach - aber wie du siehst gehören zu einem intakten Immunsystem weit mehr Aspekte, die am besten alle gestärkt werden sollten.

Möchtest du noch mehr über das Immunsystem, wie man es stärkt oder andere Geheimtipps, die kurzfristig helfen, erfahren möchtest, schau auf meiner Homepage vorbei oder kontaktiere mich gerne.


Happy Winter,

deine Lis






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